Der Standort Bruderholz

Sein exponierter Standort prädestiniert das Bruderholzspital zum Zankapfel zwischen Stadt und Land – spitalpolitisch und darüber hinaus. Doch der Mythos von der Trutzburg vor den Toren Basels verdeckt: Das Bruderholzspital war ein Partnerschaftsprojekt.

Die Baselbieter waren sichtlich stolz auf das frisch fertiggestellte Bruderholzspital: Nur elf Jahre nach dem Neubau in Liestal hatten sie erneut «die bisher grösste Hochbauaufgabe in der Kantonsgeschichte»1 gemeistert – pünktlich und, die Teuerung herausgerechnet, fast im Kostenrahmen. Der ohne Spezialabteilungen und feste Bettenzuteilung konzipierte Bau galt medizinisch als topmodern2, und das Schweizer Baublatt lobte die «wohlorganisierte», etappierte Planung, mit welcher der Landkanton die Stadt spitalplanerisch «weit überholt» habe3.

In einer bz-Sonderbeilage durften sich die Verantwortlichen kräftig auf die Schultern klopfen, und Sanitätsdirektor Ernst Löliger frotzelte, die Hospitalisierung der Unterbaselbieter sei nun „in hohem Masse“ gewährleistet – «ob allerdings angesichts der heutigen Verhältnisse in den Basler Spitälern damit die regionalen Spitalprobleme organisch gelöst sind – das ist eine andere Frage!»4 Basel war mit dem Ausbau seines Bürgerspitals massiv in Verzug geraten. Eine kleine Stichelei, wie sie nur allzu gut zur «Trutzburg»-Saga vom Bruderholzspital zu passen scheint. War dieser Bau also von Geburt an eine Provokation, der Stadt vor die Nase gesetzt?

«Zwangsläufiges Ergebnis» regionaler Überlegungen

Als dem Landrat am 9. September 1968 das Bauprojekt für das geplante Bruderholz ausführlich vorgestellt wurde, begründete derselbe Sanitätsdirektor Löliger das 112,5 Millionen Franken teure Vorhaben ganz selbstverständlich aus der regionalen Spitalplanung heraus, wie sie mit Basel seit 1948 laufend weiterentwickelt worden war. Das 1962 eröffnete Spital in Liestal, der von Baselland mitfinanzierte Ausbau in Dornach und das «gut spielende» Spitalabkommen mit Basel, so Löliger, hätten normalerweise «den Bedürfnissen auf lange Sicht genügt», nur habe das Bevölkerungswachstum besonders im Bezirk Arlesheim – 60 000 Einwohner mehr zwischen 1950 und 1968 – jede Planung über den Haufen geworfen. Vor dem Hintergrund dieser grundlegend veränderten Verhältnisse brauche es ein zusätzliches Spital, zumal Basel mit dem Ausbau seines Bürgerspitals in Basel seit Jahren nicht vorankam5.

Neben der Pflichtaufgabe, die «Bettenmisere» zu beheben, sei ein zusätzlicher Spitalstandort aber auch aus medizinischer Perspektive sinnvoll, betonte Professor Hans Willenegger, Chefarzt am Kantonsspital Liestal und Mitglied der paritätischen Fachkommission für Spitalfragen: Die regionale Konstellation mit der Universität Basel als Zentrum sei geradezu ideal für eine moderne Spitalplanung, in der sich „die nötigen Betten für die Grundfachgebiete der Medizin und für hochspezialisierte Aufgaben beliebig und in laufender Abstimmung gegenüber dem Universitätszentrum dezentralisieren lassen6. Bauliche und betriebliche zusammen zu planen sei angesichts der Bevölkerungszunahme, steigender Spitalkosten und Personalknappheit ohnehin der einzige Weg, medizinische Versorgung, Forschung und Lehre halbwegs effizient und in guter Qualität anbieten zu können, das Bruderholzspital in diesem Rahmen «ein weiteres Hospitalisationszentrum, das sich aus der natürlichen Bevölkerungsentwicklung zwangsläufig ergibt».7



Stadt und Land wollten das Bruderholz beide

Dass Baselland dieses Spital bauen würde, war bei der Vorstellung im Landrat schon so gut wie entschieden. Anders als noch bei den ersten Bestrebungen, auf dem Bruderholz ein Spital zu bauen (siehe Kasten), war das Projekt politisch unumstritten. Die paritätische Fachkommission, in der die beiden Basel regionale Spitalfragen gemeinsam verhandelten (und die in diesen Fragen klar den Ton angab), unterstützte das Vorhaben, und ein Vorprojekt, das bereits das charakteristische Bettenhochhaus und die etappierte Planung enthielt – zunächst 540 Betten, später «Vollausbau» auf 1000 – war schon 1965 vom Landrat genehmigt worden8. Und das Spitalabkommen BS/BL von 1966 hielt sogar unmissverständlich fest, der Kanton Baselland müsse «in stark vermehrtem Masse» für mehr eigene Spitalbetten sorgen9. Mit anderen Worten: Auch Basel-Stadt wollte das Bruderholzspital, ja, forderte es zu diesem Zeitpunkt mindestens genauso sehr wie die Landschaft selbst, da seine Spitäler nicht zuletzt wegen der immer zahlreicheren Baselbieter zunehmend überfüllt waren und die seit 1946 (!) geplante «dritte Bauetappe» des Bürgerspitals mit einem 19-stöckigen Bettenhochhaus sich immer weiter verzögerte.

Auch Standort und Verkehrsanbindung waren kaum ein Kritikpunkt – im Gegenteil: Das Schweizer Baublatt lobte die Lage «im Zentrum der Agglomeration Basel und in der für Kranke bestmöglichen Umgebung»10. Am kontroversesten war noch, ob die Erholung der Patientinnen und Patienten durch den zu erwartenden Fluglärm gefährdet sei; die Regierung beruhigte aber, man könne die Frischluftzufuhr auch über eine Klimaanlage regeln, und internationale Vorschriften zur Lärmbekämpfung an Flugzeugen seien in Arbeit11. Darüber hinaus dominierten mit Personalnotstand – «weltliche» Pflegeausbildungsstrukturen waren erst im Aufbau –, Kostensteigerung und der Finanzierungsfrage Klassiker unter den gesundheitspolitischen Sorgenkindern die begleitenden Diskussionen. Am 9. Januar 1969 entschied sich der Landrat schliesslich mit 64:0 Stimmen, das Bruderholzspital für 112,5 Millionen Franken zu bauen, ohne das Volk noch einmal zur Sache zu befragen12.

Das Projekt Bruderholzspital war also kein Baselbieter Alleingang13. Ein Symbol für das neu gewonnene Selbsbewusstsein des Baselbiets war das «Hölzli» dennoch auch: Die Volksabstimmung über die Wiedervereinigung mit Basel-Stadt war bei seiner Eröffnung erst vier Jahre her und noch sehr präsent. In 25 mal die Schweiz, Fritz René Allemanns Kompendium der kantonalen Vielgestaltigkeit14, war man soeben noch der «Kanton auf Abruf» gewesen. Nun ermöglichte es die Hochkonjunktur der notorisch klammen Landschaft erstmals, öffentliche Vorhaben dieser Grössenordnung – als finanziellen Kraftakt, aber doch – zu stemmen. 160 Millionen hatte das Bruderholzspital gekostet und damit über ein Drittel dessen, was Baselland in der nicht gerade bauprojektarmen15 Bauzeit von 1969 bis 1973 insgesamt für Bauaufgaben ausgab16. Das räumlich etwa halb so grosse Liestaler Spital war noch für 45 Millionen zu haben gewesen. Die Inflation und der medizinische Fortschritt, der sich auch in baulichen Anforderungen ausdrückte, hatten die Kosten steigen lassen.



Nachdem das «Bruderholz» am 15. Oktober 1973 eröffnet und bis 1975 vollständig in Betrieb genommen werden konnte, verschwand die «Spitalbaufrage» nach zweieinhalb Jahrzehnten aus dem Fokus der politischen Diskussion24. Im Hintergrund vereinbarten die beiden Basel neue Spitalabkommen – auch das zeigt, dass das Bruderholzspital die bestehenden Spitalabkommen ergänzen, nicht ersetzen sollte.

Das Bruderholz wurde zum festen Bestandteil der Baselbieter Spitallandschaft und behandelte schon ab seinem fünften Betriebsjahr mehr Patienten als das Schwesterspital in Liestal. 1989 erreichte es mit 169 550 Pflegetagen – 20’000 mehr als in Liestal – den Spitzenwert seiner Auslastung im stationären Bereich. Und mit dem erneuerten Universitätsvertrag von 1994 wurde das Bruderholz ab 1996 zum Universitätsspital, sein Chefarzt Hans Kummer zum Ordinarius für Innere Medizin.

Verstetigte Überkapazitäten

Ab den 1990er-Jahren akzentuierten sich in der ganzen Schweiz25 die Überkapazitäten bei den Spitalbetten und die Kostensteigerung im Gesundheitswesen. Am Bruderholzspital zeigte sich diese Entwicklung besonders deutlich: Es wies 1998 fast 20’000 Pflegetage weniger aus als noch 1989. Schrittweise wurden deshalb die Kapazitäten reduziert, die Kinderklinik mit der Eröffnung des Universitäts-Kinderspitals beider Basel (UKBB) 1999 bis auf die operativen Disziplinen geschlossen. Weil zudem eine grundlegende, also kostspielige Sanierung des Bettenturms anstand und das neue KVG den Kantonen eine bedarfsgerechte regionale Spitalplanung vorschrieb, stellte sich die Frage: Wie weiter auf dem Bruderholz?

Geriatrie-Drama um Regierungsrat Zwick

Da auch Basel-Stadt mit dem Felix-Platter-Spital einen dringenden Sanierungsfall hatte, tat sich den Sanitätsdirektoren Carlo Conti (BS) und Erich Straumann (BL) die Chance auf, mit einem gemeinsamen Geriatrie- und Rehabilitationszentrum Synergien zu erschliessen26. Zunächst sollte dieses am Bethesdaspital angesiedelt werden; nach einigem Hin und Her einigte man sich 2008 schliesslich auf ein 436-Betten-Projekt am Standort Bruderholz, den Baselland unter dem neuen Sanitätsdirektor Peter Zwick ins Spiel gebracht hatte. Während das Felix-Platter-Spital auf Basler Seite «eingespart» werden sollte, wollte BL neben dem neuen Kompetenzzentrum auch ein neues Akutspital mit noch 28027 Betten bauen. Einige wenige Stimmen im Landrat kritisierten das Vorhaben – weniger das Geriatriezentrum als das Akutspital – als überdimensioniert und zu teuer. Im Hinblick auf die Einführung von Fallpauschalen und freier Spitalwahl drohe man sich eine «vergoldete Panzersperre» anzuschaffen, mahnte Landrat Philipp Schoch, würden diese doch zu erheblichem Kostendruck und zu Verschiebungen der Patientenströme führen28. Diese Bedenken wurden aber von Regierungsrat, Gesundheitskommission und einer klaren Landratsmehrheit recht locker weggewischt. Im Mai 2009 präsentierten die Regierungsräte Conti (BS) und Krähenbühl (BL) den Medien das Bauprojekt30 – ein «weiterer Meilenstein der Zusammenarbeit BS/BL»30, mit dem «die schon oft erprobte Zusammenarbeit bei öffentlichen Aufgaben mit gemeinsam getrage­nen selbständigen Institutionen» fortgesetzt werden sollte. Die geschätzten Investitionskosten für den Doppelneubau: 757 Millionen Franken, gut 100 Millionen Franken mehr als noch in der Landratsvorlage angenommen.

Drei Jahre später, im April 2012, war vom partnerschaftlichen Tatendrang auf Seite des Landkantons nichts mehr übrig geblieben. Aufgrund der Bestimmungen der neuen Spitalfinanzierung, musste Peter Zwick den Medien kleinlaut mitteilen, könne sich Baselland das Geriatriezentrum nicht leisten. Eine Nachricht, die zu diesem Zeitpunkt nicht mehr überraschte und auch einer Erleichterung gleichkam – «Endlich ein Scherbenhaufen», kommentierte die TagesWoche.

Zwick machte dabei nicht nur deshalb eine unglückliche Figur, weil die Auswirkungen der neuen Spitalfinanzierung auf die Bedarfsplanung seit Jahren und auch im Landrat diskutiert worden waren: Er hatte sogar die (Kosten-)Planung für das neue Bruderholzspital noch einmal überprüfen lassen, den resultierenden Bericht, der gravierende Planungsfehler der Baselbieter Gesundheitsdirektion bemängelte – ein Mitgrund für die wiederholten Kostensteigerungen – aber seit Herbst 2010 unter Verschluss gehalten. Warum er über anderthalb Jahre brauchte, bis er sich durchrang, von dem Megaprojekt Abstand zu nehmen, und was – oder wer – ihn so lange offiziell daran festhalten liess, obwohl die Öffentlichkeit die Zeichen der Untätigkeit längst verstanden hatte, bleibt rätselhaft. Basel, das auf heissen Kohlen sass, weil die feuerpolizeiliche Bewilligung für das Felix-Platter-Spital 2015 auslief, hatte den Braten immerhin gerochen und einen Plan B vorbereitet, so dass es nun schnell mit dem Neubau loslegen konnte. BL war um sieben Jahre zurückgeworfen und hatte 10,6 Millionen Franken in den Sand gesetzt29.

In dieser Phase stand das Bruderholzspital mehr für die strategische Planlosigkeit als für einen stolzen Macherkanton, war mehr Trotzburg statt Trutzburg und kam aus den Negativschlagzeilen über Jahre kaum mehr heraus: 2012 wurde im Bettenhochhaus ein ganzes Stockwerk geschlossen, langjährige leitende Ärzte verliessen das Spital. Auch strategisch sinnvolle Entscheide wie Anfang 2016 die Aufgabe der Frauenklinik zugunsten einer Kooperation mit dem auf Geburtshilfe und Gynäkologie spezialisierten Bethesda-Spital) drohten mit in den Strudel der negativen Berichterstattung zu geraten. Die Aufgabe, das nunmehr 40-jährige Spital zu sanieren oder zu ersetzen, wurde derweil immer dringlicher.

Neuprofilierung und Schwerpunktbildung: Das Bruderholz heute

Zunächst im Rahmen der Neuprofilierung des aus der Kantonsverwaltung ausgelagerten KSBL und später auch im Zuge der Pläne für eine gemeinsame Spitalgruppe BS/BL suchten die Kantone nach Lösungen, das Kantonsspital über eine sinnvolle Schwerpunktbildung effizienter zu machen und unnötige Doppelspurigkeiten zu vermeiden. Für das Bruderholzspital bedeutete das konkret, dass das stationäre Angebot mittelfristig abgebaut und durch eine Tagesklinik für ambulante Operationen ersetzt werden sollte, ergänzt durch ausgewählte Schwerpunkte in der elektiven Orthopädie sowie der Geriatrie und Rehabilitation – also doch noch ein kleines Geriatriezentrum auf dem Bruderholz.

Dagegen regte sich Widerstand, der sich in der erfolgreichen Unterschriftensammlung für eine Bruderholz-Initiative niederschlug, die das bestehende Angebot gesetzlich festschreiben wollte. Angesichts der Bestimmungen für eine bedarfsgerechte Spitalplanung hätte dies vermutlich rasch einen immensen Kostenanstieg bei den sogenannten gemeinwirtschaftlichen Leistungen bedeutet: Zuschüsse des Kantons für Leistungen, die nicht über die Fallpauschalen finanziert werden, etwa weil sie nur aus regionalpolitischen Überlegungen aufrecht erhalten werden. Überraschend klar lehnten die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger am 21. Mai 2017 die Initiative ab.

Damit war der Weg endgültig frei für die gemeinsame Spitalgruppe mit Basel-Stadt – und für ein unter den veränderten Rahmenbedingungen wettbewerbsfähiges Bruderholzspital: ohne stationäre Rundumversorgung und 24-Stunden-Notaufnahme zwar, aber mit einem langfristig tragfähigen, auf ambulante Behandlungen fokussierten Profil und klaren Schwerpunkten, die das Angebot der umliegenden Spitäler organisch ergänzen. Wie hatte es Professor Willenegger 1968 formuliert: «Konzeption und Grössenordnung des Bruderholzspitals» seien «das Ergebnis von regionalen Überlegungen, wie sie sich im Spitalwesen der Kantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft zwangsläufig ergeben müssen, wenn man überhaupt eine bestmögliche Spitalpolitik betreiben will.»31

Quellenangaben

1 Titel eines Beitrags von Baudirektor Paul Manz in der Sonderbeilage „Kantonsspital Bruderholz“ der bz vom 21. Juni 1973 (zum Tag der offenen Tür am neuen Spital).
2 VESKA-Zeitschrift, 1973, 1.
3 Das Bruderholzspital des Kantons Basel-Landschaft, in Schweizer Baublatt, Nr. 88, 31.10.1969, 1-4. (Autor: Rü)
4 Ernst Löliger, „Warum ein zweites Kantonsspital?“, in: Sonderbeilage „Kantonsspital Bruderholz“, bz 21. Juni 1973
5 LR-Protokoll 9. September 1968. Von der sogenannten III. Bauetappe des Bürgerspital-Neubaus konnte erst 1979 (!) das Ökonomiegebäude und das anatomisch-pathologische Institut eröffnet werden. Das geplante 19-stöckige Bettenhochhaus sowie ein Chronisch-Krankenhaus wurden sollten gar nie gebaut werden: https://unigeschichte.unibas.ch/behausungen-und-orte/neue-zentren-am-rand/universitaetsspital/basler-buergerspitalskandal-der-1960er-jahre-.html
6 LR-Protokoll 9. September 1968.
7  St. Galler Tagblatt, 10. November 2009 http://www.tagblatt.ch/nachrichten/wirtschaft/Professor-Pianist-Suendenbock;art149,141507
8 LR-Protokoll 21. Oktober 1965.
9 Vereinbarung zwischen den Kantonen Basel-Landschaft und Basel-Stadt betreffend das gemeinsame Vorgehen in Fragen der regionalen Spitalplanung, der regional koordinierten Betriebsführung und der finanziellen Belange des Spitalwesens der Kantone Basel-Landschaft und Basel-Stadt (Spitalabkommen) vom 28. Dezember I965/ 4. Januar 1966). Der Druck Basels bestand auch darin, das Spitalabkommen nur befristet bis 1972 abzuschliessen.
10 Das Bruderholzspital des Kantons Basel-Landschaft, in Schweizer Baublatt, Nr. 88, 31.10.1969, 1-4.
11 LR-Protokoll 21. Oktober 1965.
12 LR-Protokoll 9. Januar 1969.
13 Eine Ausnahme bildet die Geburtsabteilung, die Baselland gegen die Empfehlung der Paritätischen Kommission ins Angebot des neuen Spitals aufnahm.
14 Fritz René Allemann, 1965: 25 mal die Schweiz.
15 In den total 475 Millionen enthalten sind z.B. der Kantonsanteil für die Autobahnen, die Aufwendungen für neue Berufs- und Mittelschulen und die Erweiterung der Psychiatrischen Klinik Hasenbühl (Paul Manz in der bz-Sonderbeilage „Kantonsspital Bruderholz“ vom 21. Juni 1973)
16 Enthalten sind u.a. der Kantonsanteil für den Autobahnbau, der Bau neuer Berufs- und Mittelschulen (welche?) und für die Erweiterung der Kantonalen Psychiatrischen Klinik, dazu weitere Ausgaben wie für Gewässerschutz.
17 Basler Nachrichten, 26. September 1966, 7.
18 LR-Debatte vom 9. September 1968. Ganzes Zitat: «Gemäss den von den Gemeinden ausgeschiedenen Baugebieten wird erwartet, dass im Bezirk Arlesheim inkl. Gemeinde Pratteln einmal ca. 400 000 Personen wohnen werden. Nach Abzug der Patienten, die auch fürderhin in Baselstädtischen Spitälern behandelt werden können, ergibt sich die Notwendigkeit für den Bau von weiteren drei Spitälern zu je 1 000 Betten. Das Bruderholzspital als erstes dieser drei Spitäler sollte im heutigen Bevölkerungs-Schwerpunkt erstellt werden, das Spital 2 im Gebiet Therwil/Ettingen/Reinach und das Spital 3 in Muttenz/Pratteln.»
19 So kolportiert es die Weltwoche (Ausgabe 13/2017) in ihrem Nachruf auf Kneschaurek.
20 Motion Möschlin betreffend Errichtung eines Bezirks- oder Kreisspitals im untern Kantonsteil, vom 19. Dezember 1946.
http://www.landratsprotokolle.bl.ch/htm/388/de/Detail.htm?Beschluss=8798&Legislaturperiode=10725&Datum=219461219
21 Genauer war die Fachkommission ein Arbeitsausschuss der „Expertenkommission zur Begutachtung der Spitalbaufrage im Kanton Basel-Landschaft“. Präsident dieser Kommission war bezeichnenderweise Regierungsrat Ernst Boerlin, Gründer des „Heimatbundes für ein selbständiges Baselbiet“.
22 Bericht des Regierungsrates vom 12. Oktober 1951 betr. Landerwerb für den Spitalbau auf dem Bruderholz, Gemeinde Bottmingen (LRV 468, http://www.landratsprotokolle.bl.ch/htm/381/de/Detail.htm?Beschluss=10470&Art=&Bis%5Bday%5D=15&Bis%5Bmonth%5D=10&Bis%5Byear%5D=1951&Inhalt=&Nummer=&Titel=&Von%5Bday%5D=15&Von%5Bmonth%5D=10&Von%5Byear%5D=1951)
23 Ebenfalls zu den Gegnern gehörte die “Initiative für eine Beteiligung des Baselbiets am Spital Dornach“.
24 Auch auf die Dienstleistungen der gerade noch zum ständigen Gremium beförderten paritätischen Kommission für Spitalfragen konnte man offenbar fortan verzichten.
25 Und darüber hinaus.
26 Was auch deshalb Sinn machte, weil in Baselland die Zahl der pflegebedürftigen Alten noch stark im Steigen begriffen war, während Basel-Stadt diese Entwicklung bereits hinter sich hatte und die Zahlen bereits langsam zurückgingen.
27 Im Mai 2009 anlässlich der Vorstellung des Siegerentwurfs waren es bereits wieder 327 Betten. Der Bettenbetand im bestehenden Bruderholzspital betrug zum Zeitpunkt der Planungen noch 400 Betten.
28 LR-Protokoll 15. November 2007.
29 Das Siegerprojekt „Schicht um Schicht“ stammte von AeschlimannPrêtreHasler Architekten, Zürich
30 Power-Point-Präsentation der Medienkonferenz vom 27.05.2009: https://www.baselland.ch/politik…/bau…bruderholz…/mit-bud_2009-05-27_ksb.pdf
31 Der Kanton BS immerhin auch 2,6 Millionen (Medienmitteilung der beiden Kantone vom 25.4.2012). In einem Telebasel-Bericht ist von 17 Mio «verlochten» Planungskosten auf dem Bruderholz die Rede. Für Erhaltungsmassnahmen am baufälligen Felix-Platter-Spital, die nur durch die «Zauderpolitik» von Peter Zwick notwendig geworden seien, seien weitere 23 Millionen Franken hinzuzurechnen (Telebasel Report 9. Mai 2012, ab 11:57. https://telebasel-archiv.ch/de/tv-archiv/&id=366793526&mid).